Die Medien.

Ein relativ unentdecktes Problem ist der Fakt, dass wir das gesprochene Wort kritisch beleuchten und mit unserem Erfahrungsschatz bewerten. Wir glauben also nicht alles, was man uns erzählt. Wenn aber verschieden Quelle übereinstimmen und diese vertrauenswürdig sind, bilden wir uns eine verifizierte Meinung und vertreten diese im Anschluss auch, dann wenn wir die Fakten wieder vergessen haben.

Schwieriger ist es bei Zeitungen. Wenn der Leser der Meinung ist, ein Qualitäts-Medium in der Hand zu halten, dann glaubt er es einfach viel schneller. Nur wenn sich mehrfach herausstellt, dass Berichte und Artikel nicht stimmten oder einfach falsch waren, dann lässt die Glaubhaftigkeit extrem schnell zurück und der Leser bewertet wieder sehr kritisch und fragt nach.

Ganz anders verhält es sich mit Bildern, vor allem mit Filmbeiträgen. Unser Gehirn speichert diese Informationen als "gesehen" als "live erlebt" ab und geht davon aus das diese immer stimmen müssen.

Ich habe es ja selbst mit eigenen Augen gesehen.

Jetzt kommen wir zu einer etwas gewagten These: Wenn Sie Menschen begegnen, die keinen Fernseher haben und sich regelmäßig aktiv Informationen beschaffen, dann sind diese sehr kritisch eingestellt und kennen oft die meisten Probleme und oft auch deren Ursachen.

Bei Menschen, welche größtenteils Fernsehmedien passiv nutzen, verhält es sich oftmals genau anders herum. Die Meinung geht fast immer in die Richtung der Medien-Berichterstattung und die Themen werden fast nie hinterfragt. Es ist eben so.

Noch auffälliger ist dieser Sachverhalt bei Menschen die es sich sehr komfortabel in unserer Gesellschaft eingerichtet haben. Sie haben keinen Grund irgend einen Fakt in Frage zu stellen und Zeit für Recherchen zu investieren. Wenn die es so sagen, dann wird es schon stimmen.

Problem ungelöst

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